Judo

Trainingszeiten

Mittwoch 18:00 – 20:00 Uhr | Wettkampftraining
Ansprechpartner: Michael Berger, Daniel Reutershahn, Robin Steinebach, Nils Klever

Mittwoch 20:00 – 21:30 Uhr | Breitensport für Erwachsene
Ansprechpartner: Michael Berger

Freitag 18:00 – 20.00 Uhr | Individuelles Technik- Wettkampf- und Konditionstraining
Ansprechpartner: Daniel Reutershahn, Robin Steinebach, Nils Klever, Oliver May

Samstag 13:00 – 14:00 Uhr | Kinder Anfängertraining
Ansprechpartner: Michael Berger, Michaela Chowaniec, Vanessa Jung, Shalin Riegel, Nils Klever

Samstag 14:15 – 15:45 Uhr | Weißgelb – Orangegurt
Ansprechpartner: Michael Berger, Michaela Chowaniec, Vanessa Jung, Shalin Riegel, Nils Klever, Jan Kühlem

Samstag 16:00 – 17:30 Uhr | Techniktraining für Fortgeschrittene
Ansprechpartner: Michael Berger, Nils Klever

Ansprechpartner: Michael Berger (0160-7880527)

Chronik der Judoabteilung des ESV-Siershahn

Im Januar 1972 wurde die Judoabteilung vom heutigen Ehrenvorsitzenden des ESV-Siershahn, Willi Krämer, gegründet. Er war in der Zeit von 1976 bis September 2010 Vereinsvoritzender. Zur Zeit besteht die Abteilung aus ca. 160 Mitgliedern. Der Verein ist sehr stark im Kinder- und Jugendbereich engagiert und gehört seit langem zur Rheinland- und Südwestdeutschen-Spitze. Darüber hinaus wird auch Judo für Senioren und Breitensportler angeboten.

Wer sich für den Judosport entscheidet, der entscheidet sich für eine Sportart die, gemessen am Fußball oder Tennis, nur von einer Minderheit betrieben wird. Auch in den Medien führt Judo nur ein bescheidenes Dasein. Es gibt jedoch kaum eine andere Sportart die einen so starken Zusammenhang zwischen Körper und Geist, Kraft und Technik, Selbstsicherheit und Bescheidenheit fordert und vermittelt, wie eben Judo.

Die Zeiten ändern sich, folglich bleibt auch die Entwicklung des Judo nicht stehen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, neue Trainigssysteme zu entwickeln, die den Erfordernissen des heutigen Judo, den neuen Kampf- und Prüfungsregeln, einer kräftigeren und aufgeschlosseneren Jugend und vielen anderen Dingen, die sich im Laufe des vergangenen Jahrhunderts seit der Gründung des Judo verändert haben, gerecht zu werden.

Heute ist Judo eine vollkommene olympische Sportart geworden, doch ist in ihm das geistige Element und das Element der Selbsterziehung stärker als in anderen Sportarten enthalten.„Judo ist der Weg der vollkommenen Anwendung von Körper und Geist. Das Streben danach ist die Ausbildung von Körper und Geist durch das Üben von Angriffs- und Verteidigungsformen. So wird die Persönlichkeit geformt als Beitrag zum gesellschaftlichen Leben. Das ist das Ziel des Judo.“

Diese Worte des Begründers des modernen Judo, Jigoro Kano, bleiben als Grundidee unvergänglich, obwohl seither über 100 Jahre vergangen sind. Wir, die Verantwortlichen und die Übungsleiter der Judoabteilung im ESV-Siershahn, werden uns dafür einsetzen, dass sowohl der moderne Judosport gefördert aber auch der „Geist des Judo“ gepflegt wird.

 

Ursprung des Judo

Der Judosport entwickelte sich aus der japanischen Kampfkunst des Jiu-Jitsu, dem die Kampftechniken der Samurai im aristokratischen Japan des 4. Bis 12. Jahrhunderts zugrunde liegen.

Jiu-Jitsu bedeutet übersetzt in etwa „ sanfte Kunst“ und enthält neben Wurftechniken auch Schlag- und Tritt-, sowie tödliche Techniken. In der Edo-Zeit zwischen 1603 und 1868 entwickelten sich in Japan mehrere verschiedene Schulen, die unterschiedliche Stile des Jiu-Jitsu praktizierten. 1868 drohten jedoch, aufgrund der Öffnung Japans Richtung Westen, die Kampfkünste in Vergessenheit zu geraten, da sie als Altmodisch und Rückständig galten.

Jigoro Kano, der Schüler bei den größten und wichtigsten Meistern des Jiu-Jitsu seiner Zeit war, suchte nach den grundlegenden Prinzipien dieser Techniken. So schuf er den Begriff des Judo. Dieser setzt sich aus den Silben „Ju“, was soviel bedeutet wie Sanftheit/ Nachgeben und der Silbe „do“, dessen Bedeutung „der Weg“ ist, zusammen. Judo bedeutet also „der sanfte Weg“ beziehungsweise „der Weg des Nachgebens“ und lieferte 1882 die Grundlage der Gokyo von Kano, also der ersten 40 Grundwürfe des Judo.

Im gleichen Jahr gründete Kano seine eigene Schule. Das Kodokan, was übersetzt „Haus zum Erlernen des Weges“ bedeutet, wurde zur zentralen Verbreitungsstelle von Kanos neuer Lehre und gibt bis heute die Richtlinien des Judos nach Kanos Willen vor.

Im Mittelpunkt von Kanos Lehre standen zum einen das gegenseitige Helfen und Unterstützen, zum anderen aber auch eine besondere Ehrerbietung gegenüber dem Meister, was sich dadurch äußerte, dass im Dojo (Trainingshalle) große Bilder des Meisters an den Wänden hingen und dieser auch meistens eine erhöhte Position beim Sitzen einnahm. Entscheidend für den Erfolg des Judo war es aber auch, dass Kano alle tödlichen Techniken, sowie Schlag- und Tritttechniken und Techniken die Angriffe auf Finger-, Fuß- und Beingelenke beinhalteten, vollständig aus dem Judo entfernte.

Des Weiteren integrierte Kano Fallübungen, da Judo durch das Verbieten von Schlägen und Tritten enorm wurflastig wurde. Die dadurch geringere Verletzungsgefahr verursachte ein reges Interesse der japanischen Gesellschaft, wodurch Judo schnell sehr populär und beliebt geworden ist. 1906 wurde schließlich in Berlin die erste deutsche Jiu-Jitsu Schule von Erich Rahn gegründet. Dieser schaffte es, den japanischen Kampfsport nach und nach in Deutschland zu integrieren.

So entstand schließlich 1932 der Deutsche Judo-Ring, der allerdings bereits 1933 in das Fachamt Schwerathletik des Deutschen Reichsbundes eingegliedert wurde. In den Jahren des Nationalsozialismus wurde bis 1941 jährlich eine deutsche Meisterschaft ausgerichtet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Judo zunächst, weil es als Kampfsportart galt, von den Alliierten verboten. 1953 gründete sich schließlich der Deutsche Judo-Bund in der BRD und 1958 der Deutsche Judoverband in der DDR. Ende 1990 schloss sich der der Deutsche Judoverband dem Deutsche Judo-Bund an, der heute als einziger nationaler Verband vom Kodokan anerkannt ist.

Quelle: http://www.judobund.de/verbandsinfos/was_ist_judo/chronik

 

DJB-Zertifikat

Das Vereins-Zertifikat bestätigt der Judoabteilung des ESV Siershahn, dass diese Mitglied im Deutschen Judo-Bund e.V. und dem zugehörigen Landesverband ist. Das Zertifikat wird für die Jahre 2012 – 2015 verliehen, sofern gewisse Standards innerhalb des Vereins oder der Abteilung erfüllt sind. Die erforderlichen Qualitätskriterien sind: qualifizierte Judotrainer, Dan-Träger im Verein, Kyu–Prüfungen nach DJB Richtlinien, regelmäßige Breitensportaktionen sowie die Teilnahme am Wettkampfbetrieb im Judo. Das Vereins-Zertifikat wird in Form einer Urkunde (A3) vergeben.

Die Auszeichnung mit dem Vereins-Zertifikat stellt für Judovereine einen entscheidenden Vorteil dar, denn die Bevölkerung achtet immer mehr auf Qualität. Gerade Eltern legen immer größeren Wert auf eine qualifizierte Betreuung ihrer Kinder und schätzen beispielsweise hochwertige Jugendarbeit bei der Wahl des Sportvereins für ihre Kinder. Die Auszeichnung eignet sich hier als vertrauensbildende Maßnahme, es schafft Sicherheit bei potenziellen Mitgliedern. Das Vereins-Zertifikat bietet somit Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz. Das Zertifikat sichert einen Grundstandard in den Vereinen und bietet allen Personenkreisen die Qualität und Anerkennung der durchgeführten Leistungsprüfungen.

Außerdem sollen mit dem Vereins-Zertifikat alle Personen, die den Verein aktiv oder passiv unterstützen, gewürdigt werden. Es ist eine Anerkennung für engagierte Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.

Das Vereins-Zertifikat wird vom Deutschen Judo-Bund e.V. in Zusammenarbeit mit dem zugehörigen Landesverband vergeben, wenn der Verein im Judoportal des DJB angemeldet ist, also seine Zugehörigkeit bestätigt ist, und wenn er die fünf Qualitätskriterien im Jahre 2011 erfüllt hat.

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